Kommunen unter Druck: Warum Photovoltaik gerade jetzt eine Chance bietet
Die finanzielle Lage vieler Städte und Gemeinden ist angespannt. Nach einer aktuellen Umfrage des Gemeindetags Baden-Württemberg rechnen 91 Prozent der Kommunen damit, Investitionen aufgrund der Haushaltslage verschieben zu müssen. Dabei ist Nichtinvestieren bekanntlich oft die teuerste Entscheidung. Gleichzeitig erwarten viele Gemeinden höhere Gebühren, Leistungskürzungen und Einschnitte bei freiwilligen Angeboten für Bürgerinnen und Bürger (siehe Abbildung 1).
Uns beschäftigt die finanzielle Situation der Städte und Gemeinden bereits seit längerer Zeit. Die jüngste Protestaktion der 42 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Ostalbkreis hat jedoch noch einmal deutlich gemacht, wie groß der Handlungsdruck inzwischen geworden ist. Wenn selbst Pflichtaufgaben und notwendige Investitionen zunehmend zur Herausforderung werden, gewinnen Maßnahmen an Bedeutung, die kommunale Haushalte dauerhaft entlasten können.
Insbesondere Kommunen haben ein enormes Potenzial für Eigenverbrauchs-Photovoltaikanlagen. Anders als viele kommunale Ausgaben erzeugt eine PV-Anlage nicht Kosten, sondern senkt dauerhaft die laufenden Betriebsausgaben. Rathäuser, Schulen, Kindergärten, Bauhöfe oder Sporthallen verfügen häufig über große Dachflächen und einen kontinuierlichen Stromverbrauch passend zur solaren Erzeugung. Jede selbst erzeugte Kilowattstunde reduziert dabei den Bezug von teurem Netzstrom und entlastet damit den kommunalen Haushalt Jahr für Jahr zukunftssicher.
Unsere Strategie besteht darin, einen kommunalen Solarfahrplan zu erstellen. Hierbei werden zunächst mehrere geeignete Objekte auf ihre PV-Tauglichkeit untersucht. Mithilfe moderner Drohnentechnik und daraus generierter 3D-Modelle können exakte Simulationen der zukünftigen Solarerträge erstellt und dem Lastprofil (Stromverbrauch zu bestimmten Uhrzeiten in 15-Minuten-Schritten) gegenübergestellt werden. Durch unsere langjährige Erfahrung können wir zudem sehr präzise abschätzen, welche Investitionskosten für das solare Energiesystem erforderlich sind.
Nachdem die Daten zusammengetragen und ausgewertet wurden, lässt sich eine Prioritätenliste kommunaler Objekte mit den jeweiligen Amortisationszeiten erstellen. Der Solarfahrplan zeigt auf, welche Gebäude zuerst angegangen werden sollten. Meist beginnt er mit Objekten, die Amortisationszeiten von lediglich vier bis sechs Jahren aufweisen.

Angesichts einer technischen Lebensdauer von weit über 25 Jahren entstehen dadurch langfristige finanzielle Vorteile für die Kommune. Nach der Rückzahlung der Investition stehen die eingesparten Stromkosten für andere kommunale Aufgaben zur Verfügung.
Zusätzlich stehen attraktive Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Über das KfW-Programm 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ können Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher zinsgünstig finanziert werden. Auch weitere Förderprogramme wie das KfW-Programm 293 unterstützen Kommunen und kommunale Unternehmen bei Investitionen in Klimaschutz und Energieeffizienz.
Gleichzeitig kann und möchte nicht jede Kommune selbst investieren. Deshalb gewinnen alternative Modelle zunehmend an Bedeutung. Beim Onsite-PPA (Stromverkaufsmodell) oder einer Fremdinvestition übernimmt ein Investor die Finanzierung und den Betrieb der Anlage. Die Kommune profitiert unmittelbar von günstigem Solarstrom, ohne eigenes Kapital einsetzen zu müssen. Je nach Anlagengröße sind dabei Strompreise zwischen 0,12 €/kWh und 0,20 €/kWh realisierbar. Mehr Infos dazu hier.
Auch Bürgersolaranlagen und neue Energy-Sharing-Modelle eröffnen zusätzliche Möglichkeiten. Sie stärken die regionale Wertschöpfung, erhöhen die Akzeptanz vor Ort und binden Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Energiewende ein.
Die Energiewende ist damit nicht nur eine ökologische Aufgabe, sondern zunehmend auch eine wirtschaftliche Chance, gerade um Kommunen mit angespannten Haushalten mittelfristig zu entlasten.
Wer heute die verfügbaren Dachflächen nutzt, investiert nicht nur in Klimaschutz, sondern schafft langfristig mehr finanziellen Handlungsspielraum für die Aufgaben von morgen.
Kommen Sie gerne auf uns zu, wenn Sie nähere Informationen zu den möglichen Lösungen für Kommunen erhalten möchten.
