Photovoltaik für Kommunen: Walter Solar im Austausch mit Manuel Hailfinger MdL

20.08.2026

Wie können Kommunen trotz angespannter Haushalte stärker von Photovoltaik profitieren? Über diese Frage sprachen Wolfgang Walter und Klaus Joas von der Walter Solar GmbH mit Manuel Hailfinger MdL, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises Umwelt, Klima und Energiewirtschaft der CDU Landtagsfraktion Baden-Württemberg.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die wirtschaftlichen Potenziale von Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden sowie die derzeitigen Hemmnisse bei deren Umsetzung. Noch immer bestehen in vielen Kommunen Unsicherheiten hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Eigenverbrauch, technischer Umsetzung und Finanzierung.

Dabei können gerade kommunale Liegenschaften sehr gute Voraussetzungen für Photovoltaik bieten. Verwaltungsgebäude, Bauhöfe, Kläranlagen, Wasserwerke und weitere öffentliche Einrichtungen benötigen einen großen Teil ihres Stroms tagsüber. Ihre Lastprofile passen daher häufig besonders gut zur Stromerzeugung einer Photovoltaikanlage. Ein hoher Eigenverbrauch kann die Wirtschaftlichkeit kommunaler Projekte deutlich verbessern und die laufenden Betriebskosten langfristig senken. Welche Konzepte die Walter Solar GmbH den kommunen bietet, finden Sie hier.

Photovoltaik sollte deshalb nicht ausschließlich als Klimaschutzmaßnahme betrachtet werden. Richtig geplant, kann sie eine rentable Investition sein, die kommunale Haushalte dauerhaft entlastet. Voraussetzung ist jedoch, dass Verbrauch, Anlagengröße, Eigenverbrauch und Finanzierung von Beginn an gemeinsam betrachtet werden.

Finanzierung als zentrale Herausforderung

Die angespannte Haushaltslage vieler Städte und Gemeinden erschwert derzeit notwendige Investitionen. Für den weit überwiegenden Teil der Kommunen ist die Umsetzung größerer Energieprojekte ohne Fremdfinanzierung kaum möglich. Selbst wirtschaftlich rentable Maßnahmen werden deshalb teilweise verschoben oder gar nicht erst begonnen.

Gemeinsam mit der Energy Watch Group möchte Walter Solar künftig verstärkt darüber informieren, wie rentable kommunale Energieprojekte technisch bewertet, wirtschaftlich geplant und sinnvoll finanziert werden können. Dabei sollen auch alternative Finanzierungsmodelle und die Einbindung geeigneter Finanzierungspartner betrachtet werden.

Eine wichtige Grundlage bildet das Modellprojekt „Klimarechner“, das von der Energy Watch Group gemeinsam mit dem Städtetag Baden-Württemberg entwickelt wurde. Es untersucht, welche Klimaschutzmaßnahmen sich für Kommunen wirtschaftlich lohnen, wie sie finanziert und anschließend praktisch umgesetzt werden können.

Neben dem Städtetag sollte zukünftig auch der Gemeindetag Baden-Württemberg stärker in den Austausch einbezogen werden. Gerade kleinere Städte und Gemeinden benötigen verständliche Informationen, praxistaugliche Lösungsansätze und verlässliche Rahmenbedingungen.

Mehr Aufklärung und Beteiligung aus der Praxis

Walter Solar möchte sich zukünftig noch stärker in die politische und öffentliche Diskussion einbringen. Im Vordergrund stehen dabei keine theoretischen Forderungen, sondern Erfahrungen aus der Planung, Finanzierung und Umsetzung konkreter Photovoltaikprojekte.

„Wir möchten dazu beitragen, bestehende Unsicherheiten abzubauen und die wirtschaftlichen Chancen von Photovoltaik verständlich darzustellen. Viele Projekte scheitern nicht an der Technik oder der Rentabilität, sondern an fehlenden Informationen, begrenzten personellen Ressourcen und ungeklärten Finanzierungsfragen“, erklärt Wolfgang Walter.

Das Gespräch mit Manuel Hailfinger war ein wichtiger Auftakt für den weiteren Austausch zwischen Politik, kommunalen Verbänden und der Praxis. Ziel ist es, gemeinsam Wege zu entwickeln, mit denen wirtschaftlich sinnvolle Photovoltaikprojekte in Städten und Gemeinden schneller umgesetzt werden können.