Stromspeicher

Durch die Speicherung des Solarstroms kann der Eigenverbrauch nochmals deutlich gesteigert und der nötige Netzbezug im Gegensatz dazu deutlich gesenkt werden. Wer heute oder in Zukunft über den Kauf einer Photovoltaikanlage nachdenkt sollte einen Solarstromspeicher direkt in die Planung mit einbeziehen. Denn im Jahr 2014 ist die gesetzlich geregelte Einspeisevergütung auf unter 13 Cent / kWh gesunken. Warum also den erzeugten Strom für wenig Geld einspeisen und teureren Haushaltsstrom von mehr als 25 Cent zukaufen? Solarstrom speichern, um möglichst viel selbst zu verbrauchen, ist also bei einer neuen Photovoltaikanlage eine ganz logische Überlegung. Mit Solarstromspeichern ist je nach Auslegung ein Eigenverbrauchsanteil von bis zu 80% realistisch. Außerdem gibt es verschiedene sehr interessante Förderprogramme für Speicher.

Gründe für einen Speicher

Mehr Unabhängigkeit
Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen und fossiler Energieerzeugung.

Mehr Wirtschaftlichkeit
Einmal investieren und jahrzehntelang profitieren. Die eigene Energiequelle kann einem niemand mehr nehmen.

Mehr Sparen beim Energieverbrauch
Energieverbrauch messen und somit unnötige Energiefresser aufdecken.

Mehr Effizienz
Die Geräte können so gesteuert werden, dass diese Energie verbrauchen, wenn die Sonne scheint.

Mehr Komfort
Die Automatisierungs- und Steuerungsfunktionen der Energiemanagement-Geräte bieten mehr Komfort.

Mehr Sicherheit
Mit dem selbst produzierten Strom ist jeder auf der sicheren Seite, sowohl beim Preis als auch bei der Verfügbarkeit.

Mehr Qualität
WALTER konzept setzt mit Frankensolar auf langlebige Qualitätskomponenten. Nur so macht die neue Energie auch länger Spaß.

So funktionieren neue Steuerungssysteme

Ein intelligentes Energiemanagement-System misst den aktuellen Energieverbrauch und die aktuelle Energieerzeugung.

  1. Am Tag wird die Energie direkt genutzt.
  2. Bestimmte Verbraucher – wie beispielsweise Ihre Waschmaschine – werden dann eingeschaltet, wenn Sonnenenergie verfügbar ist.
  3. Verbleibende Energie wird ins Netz eingespeist oder gespeichert.
  4. Nachts wird die Energie aus dem Speicher genutzt.
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Verschiedene Speichertechniken

Die Speicher für Solarstrom haben in den letzten Jahren eine große Entwicklung gemacht und so bieten sich heutzutage verschiedene Möglichkeiten, welcher Speicher zum Einsatz komm

1. Blei-Batterie-Speicher

Blei Akkus werden seit vielen Jahren in der Industrie und im Fahrzeugbau (Autobatterie) eingesetzt. Die Technologie ist dementsprechend erprobt und es gibt langjährige Erfahrungswerte mit Blei-Batterien.

2. Lithium-Ionen-Speicher

Lithium-Ionen Akkus sind in der Industrie noch nicht so lange vertreten wie Blei Akkus. Dementsprechend gibt es weniger Erfahrungswerte, was die Langzeittauglichkeit von Litium Ionen Batterien angeht. Diese werden bislang in beschleunigten Alterungstests simuliert.

Vergleich der beiden Technologien:

Blei-Akkus können weniger oft entladen/geladen werden als Photovoltaikspeicher mit Lithium-Ionen-Akkus (Anzahl Vollzyklen). Mehr als 3.000 Vollzyklen sind mit heutigen Blei-Akkus für Photovoltaik Anlagen (noch) nicht möglich. Ebenso können Blei-Batterien weniger tief entladen werden (Grenze bei max. 80%) als Lithium-Ionen-Batterien. Bei gleicher Speicherkapazität steht dann weniger nutzbare Speicherkapazität zur Verfügung gegenüber Lithium-Ionen-Akkus. Auch ist der Wirkungsgrad eines Solarstromspeicher mit Blei-Technologie geringer (bis 86%). Dafür sind Solarstromspeicher auf Blei-Basis bislang deutlich günstiger als Solarstromspeicher auf Lithium-Ionen Basis.

Photovoltaik-Speicher mit Lithium-Ionen-Technologie sind bis dato teurer als Blei-Batterien. Dafür können Lithium-Ionen-Batterien im Vergleich deutlich öfter entladen/geladen werden (bis zu 7.000 mal mit Lithium-Titanat-Batterien), deutlich tiefer entladen werden (bis nahezu 100%) und erreichen einen Wirkungsgrad bis zu 95%. Außerdem ist die Lebensdauer der Lithium-Ionen-Speicher mit rund 20 Jahren deutlich länger als die der Blei-Speicher mit 5-10 Jahre.